Rüdiger
Schütt schreibt in seinem Buch „Dichter gibt es nur im
Himmel":
„Leips Bedeutung für Hamburgs kulturellen "Durchbruch
zur Moderne" nach dem ersten Weltkrieg ist nie recht gewürdigt
worden. Dabei kann sie nicht hoch genug eingeschätzt werden:
Als Organisator der Künstlerfeste schuf er Gesamtkunstwerke,
die wiederum Berliner und Münchner Künstlern zu eigenen
Veranstaltungen anregten; als Gründer und Leiter der HAMBURGER
PUPPENSPIELE belebte er traditionelle Kunstformen neu und stellte
sie in moderne Zusammenhänge, als Kopf der Schriftstellervereinigung
HAMBURGER GRUPPE, versuchte er zwischen Staat und Kunst zu vermitteln
und half Gegensätze zu überbrücken; als Mitglied
des PEN-Clubs trat er als charismatischer Redner auf und engagierte
sich für reformpolitische Bestrebungen zugunsten von Kunst
und Kultur; als Kunstkritiker und -förderer setzte er sich
für Begabungen ein, indem er sie mit Herausgebern und Verlegern
zusammenbrachte, ihre Bücher illustrierte oder rezensierte.
So ist Hans Leip nicht nur in seiner Bedeutung als Autor und Maler
wahrzunehmen, sondern auch in seiner Funktion als kulturpolitischer
Impulsgeber, in seiner Rolle als Anreger und Förderer und nicht
zuletzt als Vermittler und Chronist hamburgischer Kulturgeschichte."
(S.14)
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